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Impotenz - nur ein Problem des Penis?

Impotenz - erektile Dysfunktion (ED)

Impotenz oder Erektile Dysfunktion, die Unfähigkeit, eine Erektion zu erzielen, geht an das Selbstverständnis jeden Mannes. Medizinisch ist Impotenz nicht eindeutig definiert. Unterschieden wird unter anderem zwischen Impotentia coeundi, der Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr, und Impotentia generandi, der Infertilität oder Sterilität, also der Unfähigkeit zur Zeugung. 1992 wurde auf einem Medizinerkongress beschlossen, die Impotentia coeundi mit dem Begriff "erektile Dysfunktion" (ED) zu bezeichnen, unter anderem, um die sehr negativen Assoziationen des Begriffes Impotenz zu umgehen.

Definition der erektilen Dysfunktion

Definiert wird die erektile Dysfunktion in einer Untersuchung so: Über einen Zeitraum von sechs Monaten sind mindestens 70 Prozent aller Versuche zum Geschlechtsverkehr gescheitert. Dies kann bedeuten: Überhaupt keine Erektion, Unfähigkeit, die Partnerin bzw. den Partner zu penetrieren, Unfähigkeit, nach dem Eindringen die Erektion aufrecht zu erhalten.

Häufigkeit von Impotenz

Die statistischen Erhebungen, die sicherlich mit der für Statistiken üblichen Unschärfe versehen sind, haben ergeben, dass knapp 20 Prozent, also jeder fünfte Mann, zumindest zeitweise von erektiler Dysfunktion betroffen ist. Wobei allerdings etwa sieben Prozent der Betroffenen ihrerseits die Erektionsstörung nicht als Problem ansehen. In diesen Fällen fehlt neben der Erektionsfähigkeit die sexuelle Lust und die Erektion wird im Grunde vom Mann gar nicht wirklich gewünscht (mangelnde Libido). Lust und Erektionsfähigkeit sind jedoch voneinander zu trennen. Auch Männer, die keine Lust auf Sex haben, können körperlich zu einer Erektion des Penis in der Lage sein, umgekehrt befähigt sexueller Appetit nicht automatisch zu einem steifen Glied.

Wann sollte Impotenz untersucht bzw. behandelt werden?

Als therapiebedürftig gilt nur der Mann, der mit seiner sexuellen Situation unzufrieden ist, der unter seiner erektilen Dysfunktion leidet. Dennoch kann es wichtig sein, die Ursachen hierfür durch eine Untersuchung ermitteln zu lassen. Denn eine erektile Dysfunktion, insbesondere eine sich relativ rasch etablierende Impotenz, kann das Symptom einer unter Umständen schweren Erkrankung ganz anderer Art sein! Dieser Zusammenhang verdeutlicht, dass der Gang zum Arzt mit der Absicht, lediglich ohne Untersuchung ein Potenzmittel verschrieben zu bekommen, die eigentlichen Ursachen der Impotenz unbehandelt lassen kann - mit möglichen Gefahren für die Gesundheit. Daher sollte neben der symptomatischen Behandlung der erektilen Dysfunktion auch der körperliche Auslöser hierfür gesucht und behandelt werden.

Körperliche Ursachen für Impotenz

Im einfachsten Fall ist die erektile Dysfunktion als Nebenwirkung einer Medikamenteneinnahme erklärbar. Mittel zur Blutdrucksenkung und Entwässerung, aber auch Psychopharmaka können Auslöser sein.

Da der Penis durch den Einfluss von Blut in die Schwellkörper versteift, ist die physiologisch-mechanische Ursache von Impotenz im Grunde immer mangelnde Durchblutungsfähigkeit des Schwellkörpers im Erregungszustand. Arteriosklerose, beispielsweise durch zu hohe Cholesterinwerte, vermindert die Durchlässigkeit der Adern. Ebenso Diabetes (Zuckerkrankheit). Somit fließt weniger Blut durch die drei Arterien, die die Schwellkörper des Penis versorgen und durch Blutansammlung eine Erektion bewirken.

Etwa 90 Prozent aller Männer mit einer erektilen Dysfunktion haben zumindest einen Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dazu zählt: Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen. Hier wird die Funktion von Impotenz als Frühwarnsystem für andere Erkrankungen plausibel: Denn nicht nur die Arterien des Penis können mit ihrem geringen Querschnitt betroffen sein, sondern auch Gefäße, die Herz oder Hirn mit Blut versorgen. Als Faustregel gilt: Der Zustand der Gefäße ist ein maßgeblicher Faktor für die Potenz. Ein gesunder, bewusster Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung trägt daher nachhaltig zur sexuellen Fitness bei.

Da sich der Zustand der Gefäße aufgrund falscher Lebens- und Essgewohnheiten im Laufe des Lebens verschlechtern kann, ist hierin ein Grund für die oft nachlassende Potenz mit zunehmenden Alter, oft schon vor dem fünfzigsten Lebensjahr, zu sehen. Doch auch die alters- oder krankheitsbedingt reduzierte Produktion des Körpers von Sexual- und Schilddrüsenhormonen kann ursächlich sein.

Seelische Ursachen für Impotenz

Da bei der menschlichen Sexualität die Psyche ebenso wie die Physis eine Rolle spielt, können auch seelische Faktoren für die Entstehung einer erektilen Dysfunktion verantwortlich sein. Insbesondere bei jüngeren Männern ist meist die Psyche Auslöser einer erektilen Dysfunktion. Stress im Beruf gilt als häufiger Lustkiller. Überarbeitung kann nicht nur zu einem Gefühl dauerhafter Müdigkeit führen, sondern auch depressive Stimmungen auslösen. Der Betroffene fühlt sich ausgebrannt und benötigt seine körperlichen und geistigen Energien dafür, im "Alltag zu funktionieren". Das lebensbejahende Element Sexualität wird hierdurch verdrängt. Auch Versagensängste und Mobbing am Arbeitsplatz können zu anhaltenden Angstzuständen und Schlafstörungen führen, die den Wunsch nach Sex ebenso verunmöglichen, wie Spaß am Leben insgesamt. Das Leben im 21. Jahrhundert ist voll von solchen Stressfaktoren: finanzielle Sorgen, Angst um den Arbeitsplatz, Angst um die Gesundheit, medial geschürte Weltuntergangsangst oder körperliche Minderwertigkeitskomplexe durch falsche Vorbilder: die Alarmbereitschaft des Organismus wird zum Dauerzustand.

Psychische Ursachen für Impotenz offenbaren sich beispielsweise, wenn ein Mann sich aufgrund dieses Problems Potenzmittel verschreiben lässt, sie aber letztlich nicht einnimmt und dennoch wieder eine Erektion bekommen kann. Schon die Gewissheit, im Bedarfsfall auf das Medikament zurückgreifen zu können, kann die Erektionsstörungen schwinden lassen.

Wechselwirkung von Körper und Psyche

Physiologisch gesehen führt (Dauer-)Stress zur Ausschüttung von Botenstoffen, die eine Erektion verhindern. Evolutionsgeschichtlich gesehen macht das Sinn: sobald eine Gefahr gewittert wird, schaltet der Organismus in den Kampf- oder Fluchtmodus. Zur Flucht wichtig ist nur die Muskulatur, daher wird sie optimal mit Blut versorgt - welches anderen Organen entzogen wird. Der Vorgang erfolgt instinktiv, auch die höheren, entwicklungsgeschichtlich jüngeren Hirnpartien werden ausgeschaltet. Der Mensch folgt einem automatisierten Programm, was etwa bei einer Massenpanik zu den bekannten, irrationalen Verhaltensweisen führt. Der Penis, letztlich nur zur Fortpflanzung bestimmt, schrumpft in dieser psychischen Verfassung auf Minimalgröße.

Behandlung psychisch bedingter Impotenz

Fakt ist, dass erektile Dysfunktion negative Auswirkungen nicht nur im körperlichen, sondern auch im sozialen Bereich hat. Partnerschaften können an ihr zerbrechen. Die Gefahr liegt mithin nicht vorrangig im sexuellen, sondern im kommunikativen Versagen: Schweigen zerstört das Vertrauen zwischen den Partnern, Tabuisierung bedeutet, ein Problem nicht angehen zu können. Eine Sexualtherapie kann daher helfen. Die Einbeziehung des Partners kann vorteilhaft sein (Paartherapie). Denn: Wenn in einer länger andauernden Beziehungen der erotischen Reiz des Partners stark nachlässt und der Mann bei anderen Sexualpartnern oder bei der Selbstbefriedigung eine Erektion erzielen kann, leidet er nicht unter Impotenz, sondern die Beziehung unter einem Paarproblem.
Skizze des Männlichkeitssymbols und ein Radiergummi welches dieses wegradiert.
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Impotenz - nur ein Problem des Penis?
  • Unterschied: Impotenz als Unfähigkeit zur Penetration und als Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) des Mannes
  • Ursachen können psychischer oder körperlicher Natur sein
  • eine rasch zunehmende Impotenz sollte untersucht werden, da sie ein Symptom einer anderen Krankheit sein kann
  • mangelnde Libido kann als Impotenz fehlgedeutet werden