Portrait junger Mann und junge Frau, die sich körperlich nahe sind

Beschneidung des Penis (Zirkumzision)

Varianten und Risiken einer Penisbeschneidung (Zirkumzision)

Grundsätzlich hat die Beschneidung des Penis einen religiösen und einen medizinischen Aspekt. Auch die Auswirkungen auf die Sexualität können unter den Oberbegriff der Medizin zusammengefasst werden. Medizinisch gesehen ist die Beschneidung die teilweise oder vollständige Entfernung der Vorhaut unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Als eine mögliche Variante existiert die "Plastibell-Methode", bei der die Vorhaut über einer Plastikglocke abgeschnürt wird und nach einigen Tagen abfällt. Die Anwendung dieser Methode ist aber nicht immer möglich. Der Eingriff wird durch einen Urologen durchgeführt und hat dieselben Risiken, die jede Operation mit sich bringt. Dazu zählen eine mögliche allergische Reaktion auf das eingesetzte Betäubungsmittel, Schmerzen, Schwellungen oder eine versehentliche Verletzung der Eichel.


Wann eine Beschneidung des Penis medizinisch notwendig ist

Eine der medizinischen Indikationen für die Beschneidung ist die Vorhautverengung oder Phimose, die bei Säuglingen und Kleinkindern als physiologische Phimose häufig vorkommt, sich aber zu 99% auswächst. Vorhautverengung bei Erwachsenen kann zu Schwierigkeiten bei der Versteifung des Gliedes führen, weil Schmerzen auftreten. Teilweise ist es nicht möglich, die Vorhaut bei versteiftem Glied zurückzuziehen. Beim Wasserlassen wird der Urinstrahl durch die Vorhaut abgelenkt oder es bildet sich ein "Ballon" an der Vorhaut. Wird die verengte Vorhaut dauerhaft über die Eichel zurückgezogen, kann sich ein Schnürring zeigen, der medizinisch als "Paraphimose" bezeichnet wird. Man spricht von einem "spanischen Kragen".


Häufigkeit von Penisbeschneidungen

In den USA werden etwa die Hälfte aller Neugeborenen beschnitten. Hierbei handelt es sich um eine Routinemaßnahme, die keinen religiösen Hintergrund hat, sondern auf den hygienischen Effekt der Beschneidung abzielt. Inzwischen scheint sich jedoch die Meinung durchzusetzen, dass diese gesundheitlichen Vorteile weitestgehend auch ohne Zirkumzision möglich sind. Die Grundsatzfrage lautet: Warum hat die Natur den Mann mit einer Vorhaut geschaffen, wenn diese gänzlich nutzlos sein sollte? Die Zahl der beschnittenen Männer liegt in Afrika bei etwa 80%. In Westeuropa, Asien und Lateinamerika weist die Statistik mit ca. 15% eine sehr niedrige Zahl aus.


Pro und Contra der Penisbeschneidung

Statistisch lassen sich einige Vorteile der Beschneidung belegen. Der bedeutendste Risikofaktor für Peniskrebs liegt in der nicht erfolgten Beschneidung - wobei diese Erkrankung an sich sehr selten vorkommt. Auch die Gefahr, sich mit HIV zu infizieren, ist bei beschnittener Vorhaut signifikant geringer. Deshalb wird die Beschneidung von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen und in einigen afrikanischen Ländern propagiert. Geringere Ansteckungswahrscheinlichkeit bedeutet keineswegs Sicherheit. Das täuschende Sicherheitsgefühl verkehrt den positiven Effekt oft ins Gegenteil. Ob die Beschneidung des Mannes Gebärmutterhalskrebs bei der Partnerin verhindern kann, ist umstritten. Neben dem ästhetischen Aspekt wird auch der sexuelle als Vorteil der Beschneidung genannt. Die Reibung der ungeschützten Eichel an der Unterwäsche führt zu einer geringeren Empfindlichkeit, was wiederum zu einem verlängerten Geschlechtsakt führen kann.

Überhaupt soll die Bewegung des beschnittenen Gliedes in der Vagina für beide Partner lustvoller sein. Vorzeitige Ejakulation scheint unter beschnittenen Männern ein geringeres Problem darzustellen. Die Gegenposition weist darauf hin, dass die "geringere Empfindlichkeit" der Eichel nichts anderes als ein Verlust der Sensibilität am erotisch empfänglichsten Teil des männlichen Körpers bedeutet. Man könnte daher die Grundsatzfrage stellen, warum sich ein Mann dieser Form der Sensibilität berauben sollte, um möglicherweise größere Leistungen auf sexuellem Gebiet zu erreichen. Davon abgesehen bleibt die Tatsache bestehen, dass bei älteren Männern mit entsprechend geringerer Potenz diese geringere Empfindlichkeit die Erektion schwierig machen kann.


Geschichte der Penisbeschneidung in Religion und Gesellschaft

Die Sitte der Beschneidung ist uralt und dürfte ihre Wurzeln in der Steinzeit haben. Religionshistorisch wird sie als Ablösung vorzeitlicher Menschenopfer angesehen. Geopfert wurde nicht mehr der ganze Mensch, sondern nur ein Teil seines mit religiöser Symbolik befrachteten Gliedes, wobei der Penis das mit Macht geladene Körperteil an sich war.

Im Judentum gilt die Beschneidung als Zeichen der Verbindung Israels zu seinem Gott. Man kann davon ausgehen, dass das Volk Israel diese Sitte, die im 2. Buch Mose vorgeschrieben wird, von den Nachbarvölkern übernahm. Bis in die Zeit der Sowjetunion war das Verbot der Beschneidung ein Ansatzpunkt, um die Juden zur religiösen Assimilation an ihre Umgebung zu zwingen. Die jüdische Beschneidung wird an Neugeborenen vollzogen, deren Schmerzempfinden mutmaßlich geringer ist.

Der Islam kann sich für die Beschneidung nicht auf eine explizite Vorschrift im Koran berufen. Lediglich das Gebot, dem Weg Abrahams zu folgen, legt die Notwendigkeit der Zirkumzision nahe. Weitere Auslegungen verfestigten diese Haltung zu einer religiösen Pflicht. Die Schmerzerfahrung durch die Beschneidung wird im Islam durch den religiösen Hintergrund und den feierlichen Rahmen aufgefangen.

Angeschnittenes Portrait einer Frau mit Operationshaube und Mundschutz
Beschneidung des Penis (Zirkumzision)
  • Beschneidung: Teilweise od. vollständige Entfernung der Vorhaut
  • Medizinisch indiziert bei Vorhautverengung
  • Ursprung: Ersatz von Menschenopfer in der Steinzeit
  • Heute aus hygienischen, religiösen oder ästhetischen Gründen
  • Häufigkeit Beschneidung: USA: ca. 50%; Afrika ca. 80%, Europa, Asien, Lateinamerika: ca. 15%
  • Reinlichkeitsvorteile durch regelmäßige Penishygiene kompensierbar
  • geringeres Risiko von Peniskrebs und HIV
  • Herabsetzung der Sensibilität der Eichel u. U. positiv bei Ejaculatio praecox, u. U. negativ bei allgemeiner nachlassender Stimulationsfähigkeit
  • Verlust sensorischer Zellen der Vorhaut mindert erotische Empfindsamkeit des Penis

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